Allerheiligen

Allerheiligen wird im deutschsprachigen Raum immer am 1. November im Jahr begangen. Es ist ein vornehmlich katholisches Fest. In Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland gilt es als gesetzlicher Feiertag. In den katholischen Teilen von anderen Gegenden wird Allerheiligen in Form eines stillen Gedenkens Rechnung getragen.
Das Fest wird auch in anderen Ländern am 1. November begangen, wie z. B. in Spanien, Frankreich, Polen und Italien. Da dies ein Tag der Besinnung und der Andacht an (bekannte und unbekannte) Heilige darstellt, sind Tanzveranstaltungen und laute Musik in diesen Gegenden verboten. Dieser Tag steht in enger Verbindung mit Allerseelen, welches am 2. November gefeiert wird.

Geschichte

Die Anfänge von Allerheiligen reichen zurück bis ins 4. Jahrhundert. Damals wurde dieser Tag zu Ehren aller Heiligen begangen. Aufgrund der wachsenden Anzahl von Heiligen, war es nicht mehr möglich, für jeden einen einzelnen Feiertag zu wählen, woraufhin in Allerheiligen ein "Sammel-Feiertag" geschaffen wurde.

Unter Papst Gregor III. wurde Allerheiligen in Rom auf den 1. November festgelegt und seither als Feiertag begangen. Dieser Festtag breitete sich rasch aus, sodass Allerheiligen schon bald in Frankreich und anderen Teilen der römisch-katholischen Kirche Anklang fand. Papst Gregor IV. bekräftigte diese Festlegung. Laut diesem geschichtlichen Hintergrund ist Allerheiligen der älteste bekannte Feiertag, welcher Toten die Ehre gibt.

Bedeutung und Bräuche

Gläubige gedenken an diesem Tag den Heiligen der katholischen Kirche und besuchen eigens dafür gehaltene Gottesdienste. Im Zusammenhang damit werden Kerzen für sie entzündet. Außerdem besuchen in dieser Zeit viele Menschen ihre verstorbenen Angehörigen auf Friedhöfen und nutzen die Zeit, um sich an sie zu erinnern. Es werden Kerzen und Lichter auf den Gräbern entzündet, was teilweise bereits den kommenden Feiertag (Allerseelen am 2. November) einläutet.

In Süddeutschland ist außerdem der "Allerheiligenstriezel", ein besonderes Hefegebäck, weit verbreitet. Der Striezel wird in Form eines Zopfes gebacken, welcher abgeschnitten wird. Ein abgeschnittener Zopf deutet gemäß alten Riten, auf große Trauer hin.

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