COP

COP bedeutet "Conference of the Parties" und stellt eine jährliche Konferenz vieler Staaten auf internationaler Ebene zum Klimagipfel dar. Die COP 23 tagte 2017 in Bonn. Bonn war bereits zum dritten Mal der Austragungsort dieser Konferenz, nämlich in den Jahren 1999, 2001 und 2017. Im Jahr 2019 fand die COP 25 vom 2. - 15. Dezember in Madrid statt, nachdem Chile als Austragungsort abgesagt wurde. Als Leitsatz wurde das Motto "Es ist Zeit, zu handeln" gewählt.

Bei der COP werden eigentlich drei Konferenzen mit unterschiedlicher Besetzung abgehalten. Alle Staaten, die die "UN-Rahmenkonventionen betreffs des Klimawandels" (abgekürzt UNFCCC) unterzeichnet und anerkannt haben, entsenden ihre Vertreter zu dieser Konferenz. Alle Unterzeichner bzw. die entsprechenden Mitgliedsstaaten haben sich zur Reduktion des Treibhausgasausstoßes verpflichtet.

Geschichte

1992 hielten die Vereinten Nationen erstmals einen Umweltgipfel ab. Dabei wurden globale Missstände wie z. B. Kriege, Hunger und die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich diskutiert. Erstmalig wurde die Gefahr der steigenden Treibhausgase (besonders des CO2-Ausstoßes) im Zusammenhang mit dem zu beobachtenden Klimawandel besprochen und ratifiziert. Die 17.000 Teilnehmer verabschiedeten daher die UNFCCC - "United Nations Framework Convention on Climate Change" (Klima-Rahmenkonvention) mit dem Ziel die global vorherrschende Erderwärmung zu verlangsamen bzw. deren Folgen abzumildern.

Seit dem Jahr 2005 wird die COP von den Bekennern des "Kyoto-Protokolls" (CMP) und seit 2016 von denen des "Paris-Abkommens" (CMA) erweitert und unterstützt. Somit lautet der vollständige Name des Klimagipfels "COP/CMP/CMA".

Bedeutung und Ziele

Global gesehen nehmen (um nur einige zu nennen) Waldbrände, Überschwemmungen, extreme Stürme, Dürrekatastrophen und daraus resultierende Folgen, wie Hunger, Krankheiten, Armut und unwiederbringlicher Ressourcenverlust immer mehr zu. Da fast 50 Prozent aller Treibhausgase in Städten produziert werden, plädieren die Vertreter für größere Zusammenarbeit und Transparenz beim Thema Klimaschutz. Die dt. Umweltministerin sprach sich beispielsweise für die Förderung eines in Zukunft klimaverträglicherem Leben aus.

Ein Umdenken ist auf diesem Gebiet unumgänglich! Um ein Bewusstsein dafür zu schaffen, zeigten die 22. 000 Teilnehmer der COP 25 weitere Probleme auf globaler Ebene auf und boten Lösungsansätze. Jetzt heißt es "Handeln und nicht nur Verhandeln", so die dt. Umweltministerin. Dabei soll sich jeder Mensch von der Privatperson bis zum Staatsoberhaupt angesprochen fühlen, das eigene Handeln zu überprüfen und ggfs. den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Klimaschützer aus Politik, Wissenschaft, Religions- und Umweltverbänden treffen sich parallel dazu, um Ideen für eine bessere Zukunft anzubringen und unsere Erde zu schützen.