Ewigkeitssonntag

Der Ewigkeitssonntag ist auch unter dem Begriff Totensonntag bekannt und wird alljährlich am letzten Sonntag vor dem ersten Advent gefeiert. Die Änderung des Namens auf Ewigkeitssonntag gibt die Bedeutung besser wieder, da der Tag somit für eine Auferstehung und das damit verbundene ewige Leben steht. Der Ewigkeitssonntag ist kein gesetzlicher Feiertag. Statt dessen wird er als stiller Gedenktag begangen, an dem auch vom Gesetzgeber ausgehend, Tanz- und laute Musikveranstaltungen nicht gestattet sind.

Dieser Tag ist in der evangelischen Kirche sehr bedeutend. Interessanterweise ist dies das Pendant zu Allerseelen, welcher für katholische Gläubige höchst wichtig ist. Für diese gläubigen Menschen ist der Gedenktag die Erinnerung daran, dass Christus den Tod überwunden hat und somit "den Weg" für andere Menschen eröffnete. Daher erinnert der Ewigkeitssonntag einerseits an liebe Verstorbene und andererseits an den Retter, Jesus Christus.

Geschichte

Im Jahr 1556 wird der Gedenktag unter dem Namen "Fest des jüngsten Tages" in die Waldecker Kirchenordnung aufgenommen. König Friedrich Wilhelm III. von Preußen führte am 17.11.1816 den damals unter dem Namen "allgemeines Fest zur Erinnerung an die Verstorbenen" bekannten Gedenktag ein. Hintergrund hierfür war höchstwahrscheinlich die noch frische Trauer um seine verstorbene Ehefrau. Des Weiteren wurden im Volk viele Stimmen laut, die einen Tag zur Erinnerung an verstorbene Soldaten im napoleonischen Krieg forderten.

Wenig später etablierte sich der Begriff "Totensonntag". Da Martin Luther "Allerseelen" ablehnte, wurde von seinen evangelischen Anhängern der Totensonntag gefeiert. In den 1950er Jahren wurde von der evangelischen Kirche dann die Umbenennung in "Ewigkeitssonntag" vorgenommen.

Bedeutung und Bräuche

Am Ewigkeitssonntag erinnern sich Menschen an liebe Verstorbene. Im Mittelpunkt steht jedoch nicht nur, wie bereits erwähnt die Trauer, sondern ebenfalls die Freude und Hoffnung auf ein Wiedersehen in der Ewigkeit. Daher werden spezielle Gottesdienste in den Kirchen abgehalten, in denen die Namen aller, die im vergangenen Kirchenjahr verstarben, genannt werden. Oftmals läuten während dessen die Kirchenglocken. Danach wird für jeden Verstorbenen eine Kerze entzündet.

Im Anschluss an den Gottesdienst gehen die Gläubigen zu den Gräbern ihrer Angehörigen oder Freunde und schmücken diese. Dabei legen sie z. B. Blumen ab, zünden Kerzen an oder hinterlassen andere Zeichen der Verbundenheit. Viele sprechen auch einfach ein stilles Gebet direkt am Grab. Dies alles drückt ihr Andenken an die Toten aus und soll zeigen, dass sie nicht in Vergessenheit geraten sind.

Ewigkeitssonntag 2020

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