Rosenmontag

Der Rosenmontag ist einer der närrischsten Tage in der Karnevalszeit. Besonders in Rheinhessen und im Rheinland wird er als Höhepunkt des Karnevals ausgelassen gefeiert. In diesen Gegenden bekommen Arbeitnehmer meist wegen des Brauchtums von ihrem Chef frei - obwohl der Tag nirgends in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag ist.

Der Termin dieses Tages berechnet sich nach dem beweglichen Osterfest und variiert daher von Jahr zu Jahr. Der Rosenmontag ist der Montag vor dem Aschermittwoch und findet immer 48 Tage vor Ostersonntag statt. Daher kann der frühstmögliche Termin für einen Rosenmontag der 2. Februar sein, der letztmögliche der 8. März. Im Jahr 2019 fiel er auf den 4. März.

Geschichte

Die Geschichte des Rosenmontags ist noch recht jung. Napoleon hat den Karneval nicht gemocht und daher unterbunden. 1815 sollte daher auf dem Wiener Kongress eine Karnevalsreformation durchgeführt werden. Eigens dafür gründete sich 1823 das "Festordnende Komitee" in Köln. Dieses Komitee versammelte sich jährlich am Montag nach dem "Laetare-Sonntag", der auch als Rosensonntag bekannt ist. So erhielt das Sitzungskomitee den Namen "Rosenmontagsgesellschaft".

Nach dem Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm gibt es noch eine andere Variante, wie der Tag zu seinem Namen kam. So soll die Bezeichnung dem Mittelhochdeutschen entstammen und von dem rasenden Montag seine Herleitung finden. Das Wort "rasen" soll auf das Wort für "tollen" zurückgehen, was letztlich zu dem bunten Treiben hervorragend passt.

Bedeutung und Bräuche

Bevor am Aschermittwoch die Fastenzeit beginnt, wird mit dem Rosenmontag das ausgelassene Leben gefeiert und hoch gehalten. So werden nach dem Vorbild von 1823 bis heute riesige Umzüge samt aufwendigen Kostümen abgehalten, besonders in den Karnevalshochburgen Köln, Mainz und Düsseldorf.

"Andere Länder - andere Sitten", das gilt auch beim Karneval, insbesondere dem Rosenmontag. In Rio de Janeiro, New Orleans oder in Venedig werden riesige Maskenbälle und ausschweifende Partys veranstaltet. In Cádiz (Andalusien) wird ausgelassen geschlemmt und Musik gemacht. Ganz anders wird auf Trinidad und Tobago (Karibik) gefeiert. Dort reibt man sich mit Schokoladensoße, Öl oder Schlamm ein. Der Norden Europas widmet sich einfach dem Wintersport. So werden in Helsinki Schlittenrennen mit ausgefallenen Gefährten veranstaltet, da (nach einer Legende) das ausgiebige Rodeln größere Ernteerträge bringen soll.