Fronleichnam

Fronleichnam, oder auch Fronleichnamsfest genannt, ist ein rein katholisches Fest und daher nur in folgenden Bundesländern Deutschlands gesetzlich als Feiertag festgelegt: Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und katholischen Gemeinden Sachsens.
Dieser Feiertag wird am 60. Tag nach dem Ostersonntag begangen und zieht damit aus religiöser Sicht eine Verbindung zum Gründonnerstag. Das bedeutet, dass er immer auf einen Donnerstag in einem Zeitraum vom 21. Mai bis 24. Juni fallen kann. Im Jahr 2019 fiel er auf Donnerstag, den 20. Juni.

Geschichte

Die erste Erwähnung (1246) findet das Fronleichnamfest im Bistum Lüttich, wobei sich das Ganze auf eine angebliche Vision der Augustinerchorfrau Juliana von Lüttich stützen soll. Die erste erwähnte Prozession fand später im bayrischen Benediktbeuern (1273) statt. Das zeigt, dass von den Urchristen dieser Brauch nicht gepflegt wurde, da es von dieser Zeit keine Aufzeichnungen darüber gibt.

Die evangelische Kirche, geprägt durch Martin Luther, kritisierte das Fronleichnamsfest und bezeichnete es sogar als Gotteslästerung. Weitere Proteste folgten in der Zeit der Aufklärung. Das prunkvolle Prozessieren wurde angeprangert, während das Volk in Armut lebte. Außerdem wurde das Schießen von Salven und Abholzen von Unmengen Birken als weiterer Kritikpunkt angemahnt. Um 1800 wurden in Bayern diese Dinge verboten.

Im nationalsozialistischen Deutschland wurden die Prozessionen als Demonstration gegen das Regime und die damit verbundene Weltanschauung verstanden. Als Folge war dieses Fest nicht gern gesehen.

Bedeutung und Bräuche

Der Begriff kommt vom mittelhochdeutschen „vrône lîcham“, was Leib des Herrn bedeutet. Daher bezeichnet Fronleichman ein Fest, das den Leib und das Blut Christi feiert. Für tiefgläubige Katholiken ist dies ein Hochfest im Jahr, was mit öffentlich zugänglichen, heiligen Messen zelebriert wird. Sie glauben, dass Jesus seinen Leib (in Form von Brot) und sein Blut (in Form von Wein) an seine Nachfolger weitergegeben hat.

Danach werden ausgedehnte Prozessionen abgehalten, die mit Gesängen enden. Das örtliche Ende der Prozessionen bilden vier Altäre, die prunkvoll geschmückt und nach jeder Himmelsrichtung ausgerichtet werden. An jedem dieser Altäre verliest ein Priester das Evangelium und Segenssprüche.

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